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Das letzte Schuljahr stand im Zeichen des Schaukelns und Sich im Kreise drehen.
Nach den `Karussell-Laternen´ zu St. Martin gab es über die Winterzeit vielerlei Schaukelangebote, in denen wir die Richtung des Karussellfahrens erprobten. Die Schaukelschale war eine davon. Sich langsam und schnell drehen lassen und sich dabei gut fühlen. Sich im Kreise drehen ist eine alte, fröhlich schöne Erfahrung, die fast alle Menschen kennen. Das Gefühl sich unendlich so weiterdrehen zu wollen, stellt sich ein. Ein leichtes und zufriedenes bewegtwerden kann sich in einen kleinen Rausch, einen lustvollen Schwindel steigern. Drehen, Runde um Runde, immer wieder am Ausgangspunkt an- oder vorbeikommen. Dreht sich die Welt, oder nur ich? Für uns Lehrerinnen ergab das Probleme, die sich meist erst im Alter einstellen...
Im Unterricht gab und gibt es vielerlei Möglichkeiten etwas zu drehen und zu bewegen. Unser Glockenkarussell ist eines von Jonathans Lieblingsspielzeugen und die anderen Schüler hören ihm gern zu, wenn er darauf spielt. Aisha hat es sich mal geschnappt, als Jonathan in einer Schaukel saß. Aber er hat es klingen gehört und ist gleich gekommen, um Aisha zu zeigen, wie man es mit einem Schlegel anschlagen kann. Aisha schaut Jonathan dabei genau zu, und dann spielt sie das für sie auf den BIGmack gesungene Glockenspiellied, indem sie auf die rote Taste drückt. Timon erforscht den Kreisel. Darin drehen sich kleine Tiere im Kreis. Erfreut und mit großer Aufmerksamkeit betrachtet er die Drehbewegungen seines Spielzeugs.
Im Frühling wollten wir ein richtiges Karussell erlebbar machen und haben im Haus Tobias nachgefragt. Dort gibt es ein wunderbares Karussell, das mittels eines Fahrrades betrieben wird. Es ist ein kleines Karussell mit enormer Wirkung, wie wir bald herausfinden konnten. Mit der Hilfe der Hausmeister wurde das kleine, aber irrsinnig schwere Karussell im Schulgarten für eineinhalb Wochen aufgestellt.

Im Karussell kann man in einem roten Auto, in einem Schwan, auf einem Motorrad oder auf einem Pferd seine Runden drehen. Die Figuren sind nicht zu klein und unsere Schüler konnten alle darin einen geeigneten Platz finden. Da stand das schöne Karussell unter einem Gartenzelt und es regnete fast 4 Tage lang, bevor wir es so richtig ausprobieren konnten. Aber als sich die Wetterfahnen dann endlich Richtung Sonne drehten, entstand beim Karussell ein Aktivtreffpunkt für alle.

Ein Karussell zieht Menschen fast schon magisch an. Mit der passenden Musik dazu, wurde die gute Stimmung immer ausgelassener. Schnell wurde es voll im hinteren Gartenteil. Hannes gefiel sich als Autofahrer. Hannah hatte ihre Puppe Peppina mit in den Schwan genommen. Wovon sie wohl träumen mag?
Der Kindergarten und die Krabbelgruppe waren beim schnellen Wechseln von Ein- und Um- oder Absteigen bald geübte Profis. So Kleine haben den Vorteil auch mal zu zweit ein Fahrzeug benutzen zu können. Das rote Auto war sehr beliebt und meistens besetzt. Max und Philipp kennen sich aus dem Schwimmunterricht. Dort drehen sie ihre Runden im Schwimmbecken und sie sind auch schon ein bisschen miteinander befreundet. Nach unserer Klassenübernachtung in der Schule, kamen die Eltern ihre Kinder abholen und die Geschwisterkinder Ibrahim, Lucy und Valeria genossen das Karussellfahren. Gar nicht verwunderlich, war es, dass es unsern Schulleiter, Herr Mannes, nicht mehr in seinem Büro hielt, und er sich mit allen Karussellfreunden im Garten vergnügen wollte. Dabei trat er auch mal kräftig in die Pedale. Wir bedanken uns von Herzen beim Haus Tobias für die Leihgabe. Es war ein voller Erfolg.
Barbara Gawlowski
PS und weil es so schön war, kam das Karussell dann auch wieder zum Schulfest! |