
Freitagmorgen ist derzeit im Kindergarten unser Backtag. Nachdem die vertraute Begrüßung mit den Röhren-glocken, die Morgenlieder und das Büchlelesen beendet sind, wird die Backstube eröffnet. Mit dem Lied “Wir riechen mit der Nase und schmecken mit dem Mund“ stimmen wir uns aufs Tun ein. Da Bäckersleut’ saubere Hände haben, heißt es zuerst einmal für alle Händewaschen. Das Planschen im warmen Wasser ist für die meisten Kinder schon ein feines Vergnügen.
Nun wartet der dicke Hefeteig darauf gedrückt und feste geknetet zu werden. Dazu
versammeln wir uns alle um
den großen Tisch. Jedes
Kind erhält ein Teigstück
und los kann es gehen.

Der Teig wird gedrückt,
gerollt und in individuelle
Formen gebracht. Mal sind
es traditionelle Brezeln,
Schnecken oder Brötchen.
Dann entstehen auch
Gesichter, Buchstaben und
an Fastnacht sogar Hexen.
Der Kreativität sind keine
Grenzen gesetzt. 
Der weiche Hefeteig ist ein besonderes Tasterlebnis für die Kinder mit individuellen
Herausforderungen. Anni mag meist zu Beginn die kühle Teigtemperatur nicht sehr.
Doch dies verändert sich während des Tuns sofort. Wenn sie den Teig eine Weile
berührt hat, entspannt sie sich deutlich und strahlt freudig. Leonie muss zuerst
einmal den Teig
kosten bevor sie sich
ans Schaffen begibt.
Sie schmatzt und sagt „mmh“ und findet den
Teig sehr lecker.
Jessica probiert auch
sehr gerne vom Teig
und liebt das feste
Kneten. Dorothea liebt
das Lied „Backe
backe Kuchen“, was
in der Backstube
niemals fehlen darf
und ihr immer neu ein
leuchtendes Lächeln
entlockt. Finns Vor
liebe liegt in der Dekoration der Brötchen. Strahlend hilft er die Rosinen in den Teig zu drücken. Ist der gesamte Teig
verarbeitet, beginnt
Clara ihre Lieblingsarbeit und zwar das
Bestreichen mit Milch.
Freudig und stolz hält
sie den Backpinsel
dabei.
Nun bleibt nur noch
das Backblech in den
Ofen zu schieben.
Schon nach kurzer
Zeit duftet es in den
Kindergartenräumen verlockend.

Am Ende des Tages
darf jedes Kind seine
Backwerke mit nach
Hause nehmen. Oft
freuen sich auch die
Geschwister zu Hause,
wenn sie etwas
abbekommen. Einmal
hatten wir eine große
Brötchenmenge. Da
besuchten wir Andreas
Wand, der freitags im
Büro arbeitet und überraschten ihn zu
seiner Freude mit
einem Frühstücksbrötchen.
Zum Teigrezept können
wir leider nichts sagen. Das ist wohl ein Geheimrezept einer Familienbäckerei in der
Wiehre.
Ute Schwotzer
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