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Wenn
man als Praktikant/-in oder Zivildienstleistender anfängt
an der Janusz-Korczak-Schule zu arbeiten, weiß
man meistens noch nicht so genau, was auf einen zukommt.
Anfangs hat man vermutlich einige Hemmschwellen zu überwinden,
was z. B. das Füttern, Wickeln und den Umgang mit
den behinderten Kindern und Jugendlichen betrifft.
Schon
bald entwickelt man aber eine persönliche Beziehung
zu den Kindern und Jugendlichen und lernt auf verschiedenste
Arten mit ihnen zu kommunizieren.
Praktikanten/-innen
und Zivis arbeiten in verschiedenen Bereichen: Schule,
Kindergarten, FED (Familienentlastender Dienst), Tagesbetreuung,
Landschulheim und in der Ferienfreizeit. Im FED arbeitet
man z. B. im Frühdienst, nach der Schule, über
Nacht und am Wochenende. Für die außerschulische
Betreuung gibt es eine zur Schule gehörende Wohnung,
in der die Kinder und Jugendlichen nach der Schule und
am Wochenende betreut werden.
Tagesbetreuung
findet in den Ferien in der Schule statt. Man betreut
dabei die Kinder und Jugendlichen, auf die man eingelernt
ist. Es kann aber auch sein, dass alle zusammen helfen,
wenn Not am Mann ist.
Das
Landschulheim ist zwar sehr anstrengend, dennoch macht
es wahnsinnig Spaß. Man lernt in dieser Zeit die
Kinder bzw. Jugendlichen und die Kollegen auf eine sehr
intensive Art kennen.
Genau
wie im Landschulheim ist auch in der Ferienfreizeit
(die in den Sommerferien in der Schule stattfindet)
eine Eins zu Eins Betreuung, bei der du dich rund um
die Uhr um deinen Schützling kümmerst.
Trotz
vieler Anstrengungen ist ein Jahr in der Janusz-Korczak-Schule
voller wichtiger Erfahrungen. Man bekommt ein anderes
Verhältnis zu Behinderung und Behinderten im Allgemeinen
und lernt auch die eigene Gesundheit zu schätzen.
Am schönsten ist es, wenn man nach einiger Zeit
einen natürlichen Umgang mit den behinderten Kindern
und Jugendlichen bekommt und sich eine persönliche
Beziehung entwickelt.
Für
mich war es eine sehr schöne Zeit mit vielen verschiedenen
Erfahrungen.
Ich
wünsche euch viel Spaß und Glück!
Natalie
Kottmann
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