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Immer
wieder erlebte ich in der Vergangenheit , wie neue KollegInnen
mit großen Erwartungen und viel Motivation ihre
Stelle an unserer Schule antraten. Nach geraumer Zeit
entpuppte sich im Gespräch, wie wenig sie von ihren
Ideen und Vorstellungen umsetzen konnten.
Der
Zugang zu manchen Kindern fiel ihnen schwer. Die Frage:
“Wie erkenne ich, was unsere Kinder wünschen, fordern,
wollen?“ war und ist eine zentrale Frage.
Auch
wir, die wir die Kinder schon länger kennen, müssen
zugeben, dass auch wir nicht immer richtig interpretieren,
was uns die Kinder mit ihren geringen Möglichkeiten
zeigen wollen. Vieles ist Erfahrung aus dem steten Umgang
mit ihnen. Doch manchmal verliert sich eine Aussage
oder sie verändert sich und schon stehen auch wir
„Alten“ vor dieser Frage.
Und
so gilt es immer wieder auf's Neue, jede Regung des
Kindes wahrzunehmen, jeden Ton in seiner unterschiedlichen
Art und Weise in Betrachtung der Situation zu hören,
jeden Gesichtsausdruck, der sich verändert, als
Zeichen einer Mitteilung zu erleben.
Wir
haben gelernt, die kleinen, leisen Regungen wahrzunehmen
und erleben dankbare Reaktionen ohne Worte. Ob es die
strahlenden Kinderaugen sind oder das Lächeln oder
Lachen, das über das Gesicht huscht. Ob es die
aufgeregten Laute sind oder eine Hand, die einem entgegen
gestreckt wird ist, ob es ein Kopfabwenden oder ein
hilfloser Blick ist, alles sind kleine Reaktionen auf
etwas, was wir von den Kindern als Ausdruck bzw. als
Antwort bekommen können.
Wir
wissen nicht, was und wie viel die Kinder von der Fülle
unserer Welt verstehen. Aber wir wissen, dass sie verstehen.
Wir lernen in unserer hektischen Welt, dass Reaktionen
unserer Kinder Zeit brauchen und bemühen uns, den
Maßstab „Zeit“ den individuellen Bedürfnissen
anzupassen. Dabei sind wir immer wieder verblüfft,
welche Antworten die Kinder uns geben
Der
Weg der kleinen Schritte ist manchmal mühsam. Besonders
wenn man einen Koffer voller Ideen auspacken möchte.
Ideen sind gut. Wie viele wir davon unseren Kindern
zumuten können, ist das andere. Ich erlebe es immer
wieder als ein Geschenk, von unseren Kindern gezeigt
zu bekommen, wie WENIG V I E L bewirken kann.
Renate
Pohnke MI (Physiotherapeutin)
Dezember
2006
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